Plissee Montagemöglichkeiten im Vergleich

Was wären moderne Vorhänge, wenn sie nicht überall dort genutzt werden könnten, wo sie gerade gebraucht werden? Aber zum Glück ist auch diese Voraussetzung keine Nische mehr, die stiefmütterlich missachtet wird. Wo früher der Trend auf einem möglichst geschlossenen, dekorativ anspruchsvollen Konzept lag, kann der Kunde heute selber entscheiden, was er in seiner Situation benötigt, ohne dabei irgendwelche Kompromisse eingehen zu müssen. Das Rollo machte den Anfang in dieser Entwicklung, ist aber bei weitem nicht mehr die einzige Möglichkeit, individuelle Wünsche umzusetzen. Das Plissee stellt hier den vorläufigen Höhepunkt dar. Um die Möglichkeiten zur Montage von letzterem soll es hier gehen.

Verspannen

Rollos haben sich im Bereich der Montage durch ihre passgenaue Integration einen Namen gemacht. Meist werden sie innerhalb eines systematischen Ansatzes integriert. Wird nicht auf ein Markenfenster gesetzt, so kommt das Verspannen in Frage. Ein Plissee bietet diese Möglichkeit ebenfalls, sie ist sogar die am meisten verbreitete Methode.

Beim Plissee zum Verspannen werden die Profile, an welchen später die Führungsfäden ansetzen, direkt in die Glasleiste gebohrt. Der Vorhangstoff verschwindet fast vollständig, wenn man das Fenster von der Seite betrachtet.

Klemmplissee

Soll ein Plissee ohne Bohren angebracht werden, so bietet sich das Klemmplissee an. Bei ihm sind die Profile an der Rückseite mit flachen Haken ausgestattet, die einfach über die Kanten des Fensterrahmens geschoben und mittels Inbusschraube fixiert werden.

Plissee kleben

Die zweite Methode, ein Plissee oder günstige Rollo ohne Bohren zu montieren, ist das Verkleben. Die Profile sind dabei auf ihrer Rückseite mit einer selbstklebenden Folie ausgestattet und werden direkt auf den Fensterflügel gesetzt.

Verbohren

Bleibt noch das klassische Verbohren. Hier können speziell geformte Träger über oder in den Fenstersturz gebohrt werden.

Wann welche Methode?

Das Verspannen ist besonders dann geeignet, wenn eine möglichst unauffällige Integration gewünscht wird. Auch für eine effiziente Verdunkelung ist das Verspannen oft die erste Wahl. Allerdings stellt es auch einen invasiven Eingriff dar. Ungünstig bei Mietwohnungen.

Für diese Fälle kann man das Plissee kleben oder ein Klemmplissee einsetzen. Bei beiden Varianten sitzt der Stoff zwar nicht in der Glasleiste, allerdings unmittelbar davor, was sie zum Sicht- und Lichtschutz qualifiziert. Einzige Einschränkung ist, dass in beiden Fällen das Material des Fensterrahmens nicht Holz sein darf.

Ist dies aber der Fall, kann immer noch auf das Verbohren im oder über dem Fenstersturz gesetzt werden. Hierbei handelt es sich zwar ebenfalls um einen invasiven Eingriff, der bei einer Wand im Nachhinein allerdings viel leichter wieder korrigiert werden kann als beim Material eines Fensterrahmens.